Duisburger Grüne feiern die Ehe für Alle: Endlich gleiche Rechte! Der Kampf für Freiheit und Selbstbestimmung geht weiter.

Zur heutigen Entscheidung des Deutschen Bundestags erklärt Felix Banaszak, Vorstandssprecher von Bündnis 90/Die Grünen Duisburg und Bundestagskandidat für den Duisburger Norden:

„Dieser 30. Juni ist ein historischer Tag für Lesben, Schwule und Bisexuelle, aber er ist auch ein historischer Tag für die Menschenrechte. Endlich gilt das Versprechen von Einigkeit und Recht und Freiheit auch für Lesben, Schwule und Bisexuelle! Die Eheöffnung ist keine Klientelpolitik, wie Konservative behaupten, und sie ist auch kein konservatives Projekt zur Protektion der bürgerlichen Kleinfamilie, wie es Linke manchmal meinen. Sie ist die Überwindung langen Unrechts und das überfällige Bekenntnis des Staates, dass seine Bürgerinnen und Bürger gleich an Rechten sind. Und sie ist auch eine wichtige Hilfe dafür, dass wir im Kampf gegen Diskriminierung und um gesellschaftliche Akzeptanz weitere Schritte gehen können. Deshalb ist es auch so egal, ob jemand nun selbst heiraten will oder nicht. Endlich gilt: Gleiche Rechte für Alle und Ehe für alle, die wollen!

Dieser große Erfolg ist der Verdienst aller, die sich in Politik und Zivilgesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten dafür eingesetzt haben, aber allen voran der von Volker Beck. Mit seiner Beharrlichkeit, seiner Argumentationsstärke und nicht zuletzt seinem strategischen Geschick hat er diesem großen Akt der rechtlichen Gleichstellung zum Erfolg verholfen. Dafür gebührt ihm großer Dank und alle Ehre!

Heute ist ein Tag zum Feiern. Die Ära der Toleranz, des Erduldens, ist heute zu Ende. Nun beginnt die Epoche der Akzeptanz. Deshalb ist der Kampf für ein freies, selbstbestimmtes Leben ohne Diskriminierung für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans* und Intersexuelle auch mit dem heutigen Tag nicht zu Ende. Im Gegenteil: Die Reform des Transsexuellengesetzes hin zu einem Gesetz für geschlechtliche Selbstbestimmung steht an, neue Wege in der HIV-Prävention müssen ermöglicht und erprobt werden. Für diese und weitere Anliegen werden wir in diesem Sommer und darüber hinaus streiten, auf dem Christopher Street Day wie im politischen Alltag.“

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