Wenn alle an einem Strang ziehen, ist eine schnelle Rückkehr der Familie Rana möglich

Im Fall der abgeschobenen Schülerin Bivsi Rana und ihrer Familie deutet sich eine Lösung an, die die Rückkehr der Familie noch in den nächsten Tagen möglich machen könnte. Seit Mittwochmorgen, 12. Juli, sind Stephan Kube, Elternpflegschaftsvorsitzender des Steinbart-Gymnasiums, und Felix Banaszak, ehemaliger Schülersprecher der Schule und Vorstandssprecher von Bündnis 90/Die Grünen Duisburg, vor Ort in Kathmandu und haben Familie Rana bei den letzten Schritten begleitet. Zur Einschätzung der aktuellen Lage erklärt Felix Banaszak:

 

„Die Visumsanträge sind korrekt ausgefüllt und gestellt, jetzt müssen die Behörden in Deutschland handeln. Der Ball liegt im Feld der Stadt Duisburg und dem Land NRW und muss nun in ein Tor verwandelt werden. Mehrere Wege sind denkbar, die Wiedereinreise der Familie zügig und rechtssicher zu ermöglichen. Nach den positiven Signalen der letzten Tage hoffen und erwarten wir, dass schnell die letzten Steine aus dem Weg geräumt werden und der quälenden Unsicherheit von Familie Rana ein Ende bereitet wird. Wenn jetzt alle an einem Strang ziehen, können Bivsi Rana und ihre Eltern noch in den nächsten Tagen in ihr altes Leben in Duisburg zurückkehren.

Diese Entwicklung ist auch ein Erfolg der vielen Unterstützerinnen und Unterstützer der Familie. Tausende haben demonstriert, die Online-Petition unterschrieben und zuletzt sogar ein großes Konzert organisiert. Wir haben stets betont, dass es eine Lösung für die gesamte Familie braucht und nicht allein für Bivsi. Dieser Forderung haben sich zunächst die Mitglieder des Petitionsausschusses des Landtags, dann auch die Landesregierung in Person des stellvertretenden Ministerpräsidenten und Integrationsministers Joachim Stamp angeschlossen. Das ist starker Rückenwind für die letzten Meter. Die Abschiebung der Familie Rana mag nach geltendem Recht und Gesetz geschehen sein, aber sie hat nicht nur Leid bei der Familie ausgelöst, sondern auch das Gerechtigkeitsempfinden vieler verletzt. Es ist ein starkes Signal unseres funktionierenden Rechtsstaats, wenn er dies selbst wieder korrigiert.“

 

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