ERSTE ERGEBNISSE DER IDEENWERKSTATT DUISBURG-NORD

„Grüner Tisch Du-Nord“

 

Bildung, Einzelhandel, Freizeitnutzung und Kultur sowie kleines Hotelgewerbe und Gastronomie – das sind die ersten Ergebnisse eines Gesprächs über die zukünftige Nutzung der ehemaligen Rhein-Ruhr-Halle und des alten Stadtbades Hamborn. Für eine erfolgreiche Revitalisierung der alten Freizeitstätten müssen örtliche Initiativen und Unternehmen vorranging eingebunden werden. Hierzu zählen die Grillo-Werke genauso wie die bestehenden Unternehmervereinigungen und die neu gegründete Mieterinitiative der Zinkhüttensiedlung.

 

Nachdem die Planungen für ein 25.000 m² großes Einzelhandelszentrum im Frühjahr gestrandet waren, hatte die Stadtverwaltung eine Neuorientierung angekündigt. Die GRÜNEN im Duisburger Norden nahmen dies zum Anlass, bei einer ersten Ideenwerkstatt zusammen mit Anwohnern vor Ort die jetzt entstandene Situation zu besprechen. Im Beisein der Landtagsabgeordneten Dr. Birgit Beisheim und der beiden grünen Ratsfrauen Claudia Leiße und Nazan Sirin kam man dabei zu folgenden Ergebnissen:

  1. Die breitgefächerte Migrantenkultur im Duisburger Norden bietet eine gute Basis für den Aufbau einer publikumsträchtigen Markthalle, in der im Stadtteil Marxloh ein ebenso vielfältiges wie spezialisiertes Angebot für Nahrungs- und Genussmittel angeboten wird.

Claudia Leiße, planungspolitische Sprecherin der Fraktion:

„Eine derartige Einrichtung kann nicht nur eine Bedeutung für den lebendigen Stadtteil Marxloh haben sondern auch das multikulturelle Flair des Stadtteils um ein weiteres Highlight ergänzen, das durch die Menschen vor Ort und ihre Bedürfnisse gestützt wird.“

  1. Die in der Umgebung bereits bestehenden Bildungseinrichtungen und die Bedeutung der Grillo-Werke für den Stadtteil Hamborn geben darüber hinaus Anlass, die Machbarkeit einer spezialisierten Forschungseinrichtung oder Bildungsstätte zu untersuchen. Davon können möglicherweise auch schon bestehende Bildungseinrichtungen vor Ort profitieren.

Birgit Beisheim, MdL:

„Ein Zusammenwirken der Schulen am Standort mit einem Forschungsinstitut der Universität Duisburg-Essen mit Schwerpunkt Chemie könnte ein großer Wurf für die zukunftsfähige Ausrichtung des Duisburger Nordens werden.“

  1. Ergänzungen zu diesen Einrichtungen können nach Ansicht einiger Werkstattteilnehmer auch aus kleinem Hotelgewerbe oder kleinteiliger Gastronomie bestehen. Beispielhaft hierfür sind die Kombination von Spezialeinrichtungen und Hotelgewerbe in anderen gesellschaftlichen Bereichen wie betrieblichen Bildungsstätten, Sportschulen oder Olympiastützpunkten.

Birgül Serman, GRÜNE Bezirksvertreterin in Hamborn erhofft sich davon nicht nur die Schaffung nachhaltiger Arbeitsplätze sondern auch ein breiteres Angebot für die Jugend: „Unsere Heranwachsenden brauchen ein besseres Freizeitangebot.“

 

Anwohner und GRÜNE teilen daneben die Auffassung, dass bei künftigen Planungen der Erhalt des Wohnungsbestandes der Zinkhüttensiedlung ein zentraler Ausgangspunkt für neue Nutzungskonzepte sein muss. Dabei besteht die Möglichkeit den heutigen Wohnungsbestand stärker auf Generationen übergreifende Wohnformen auszurichten.

 

Mit Blick auf diese Ergebnisse wollen die GRÜNEN als nächsten Schritt den Kontakt mit ortsansässigen Unternehmern und Vereinigungen suchen. Dabei sollte nach Auffassung der Anwohner auch das immer noch ungelöste Parkplatzdefizit um die bestehenden Bildungseinrichtungen in den Blick genommen werden.

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