Pressekonferenz JaZuDuisburg

GRÜNE: Überzeugt vom Erfolg der Initiative „JAZUDUISBURG“

Anfang Februar hatte die Mehrheit des Stadtrates einen Grundsatzbeschluss zur Realisierung eines Designer Outlet Center (DOC) gefasst. Die Verwaltung der Stadt Duisburg wurde beauftragt, die Pläne der Fa. Krieger Grundstück GmbH zu flankieren und die erforderlichen Verfahrensschritte einzuleiten. Die Pläne für ein DOC in Innenstadtrandlage auf dem alten Güterbahnhofsgelände (Duisburger Freiheit) sind eine Bedrohung für den Einzelhandel in der Duisburger City und gefährden die positive Entwicklung der Innenstadt. So sieht es ein breites Bündnis von Duisburger Bürgern und Bürgerinnen. Daraus hat sich die Initiative für eine positive Entwicklung unserer Innenstadt entwickelt:

„JA zu DUISBURG – kein DOC!“

„Die GRÜNEN Duisburg sind vom Erfolg dieser Initiative überzeugt. Wir unterstützen alle Schritte, um dieses Bündnis zu erweitern. Wir werden uns aktiv, auch mit eigenen Aktionen, an `JAZUDUISBURG´beteiligen.“ erklärt die Parteisprecherin der GRÜNEN Duisburg, Dr. Birgit Beisheim. „Wir bekennen uns zu einer positiven Entwicklung der Innenstadt und wollen diese mit vorantreiben. Die GRÜNEN Duisburg werden konsequent alle Wege untersuchen, die eine alternative Entwicklung des Geländes der „Duisburger Freiheit“ möglich machen. Die einseitige Entwicklung dieser Siedlungsfläche zu Einzelhandelszwecken lehnen wir ab.“

„Die Entwicklung der Duisburger Freiheit als Designer Outlet Center und monofunktionaler Standort für den Einzelhandel beinhaltet eine in ihrem Umfang noch nie da gewesene Gefährdung des Einzelhandels in der Duisburger Stadtmitte. Die geplante 30%-ige Erweiterung der bestehenden Einzelhandelsfläche stellt einen regelrechten Frontalangriff auf den Fortbestand des Einzelhandels an der Königsstraße, im Forum, der Königsgalerie und am Sonnenwall dar. Die Planung gefährdet Hunderte von Arbeitsplätzen in der Stadtmitte. Bedroht sind auch weitere Arbeitsplätze, sowohl in anderen Stadtteilzentren Duisburgs als auch in den Nachbarstädten Krefeld, Moers, Mülheim und Oberhausen!“ erläutert Claudia Leiße, Sprecherin der Grünen Ratsfraktion.
„Wir lehnen die Planung des DOC auch aus städtebaulichen Gründen ab. Sowohl die Masterplan-Analyse für die Innenstadt von Lord Foster als auch die erfolgreiche Quartiersentwicklung in anderen deutschen Großstädten zeigen, dass eine monofunktionale Entwicklung der Duisburger Freiheit eine vermutlich noch schwerer wiegende Fehlentscheidung in der Duisburger Stadtentwicklung darstellen würde als die gescheiterte Planung zum ´`Factory Outlet Center´ in Hamborn.“ So Leiße weiter.
“Auf der Grundlage des Foster Masterplan setzen wir uns für die Entwicklung eines ´urbanen Quartiers´ mit Büros, Dienstleistungen, Gastronomie sowie Einzelhandel zur Versorgung des Viertels ein! Dazu gehört auch eine Grünzugverbindung nach Süden Richtung Sportpark Wedau und Rheinpark Hochfeld.”

“Um die Innenstadtentwicklung nicht zu gefährden, muss der Beschluss des Stadtrates vom 1.2.17 durch ein Bürgerbegehren aufgehoben werden. Darüber sollen jetzt die Duisburgerinnen und Duisburger entscheiden, denn unsere Stadt gehört nicht einzelnen Investoren, Immobilienbesitzern, der Stadtverwaltung oder einer Ratsfraktion!” fordert Gerd Schwemm, einer der Verantwortlichen des Bürgerbegehrens und Grüner Fraktionsgeschäftsführer. Schwemm ruft dazu auf, die Initiative “JAZUDUISBURG – ohne DOC” zu unterstützen.
“Noch hat die Stadt Duisburg das Bürgerbegehren nicht frei gegeben. Aber alle Interessierten können sich jetzt schon melden und als Unterstützer oder Unterstützerin registrieren lassen.”
Kontakt: www.jazuduisburg.de oder auch unter www.gruene-duisburg.de!

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