Pressekonferenz JaZuDuisburg

Aktuelles Stimmungsbild DOC – Online-Petition von Befürwortern gescheitert

Mit dem gestrigen Tag (13.06.2017) endete die Online-Petition der DOC-Befürworter mit 2.947 Unterstützern, davon 2.532 Unterstützer aus Duisburg. Somit wurde das Ziel der formal wirkungslosen Online-Petition von 3.200 Stimmen nicht erreicht. Demgegenüber stehen über 22.000 Unterschriften von Duisburgerinnen und Duisburgern, die sich dem Bürgerbegehren gegen die Realisierung des Design-Outlet-Center am Alten Güterbahnhof angeschlossen haben.

Bereits Mitte Mai hatte sich auch der verfahrensbegleitende Ausschuss des Regionalen Flächennutzungsplans gegen die Pläne des Design-Outlet-Centers in Duisburg ausgesprochen. Der Ausschuss wurde 2005 von den Städten Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen gegründet. Er beschäftigt sich mit regional bedeutsamen Angelegenheiten und Fragestellungen für den regionalen Flächennutzungsplan und gibt entsprechende Beschlussempfehlungen ab. Zum DOC hieß es unter anderem: „Ein weiteres Shopping-Center außerhalb unserer gewachsenen Innenstädte wird in der Region nicht benötigt.“

Sowohl zahlreiche Bürgerinnen und Bürger als auch die Region sind gegen die Pläne des Outletcenters. Das Stimmungsbild zeigt: Es wird eng für die Entscheidung von OB-Sören Link. Sollten er und seine Parteikollegen entgegen aller Einwände des Bürgerbegehrens an den Plänen festhalten, wird es voraussichtlich zum Tag der Bundestagswahlen am 24. September einen Stimmzettel mehr in Duisburgs Wahllokalen geben, auf denen die Duisburger für die Aufhebung des Ratsbeschlusses zur Realisierung der Outletpläne stimmen können.

Die Initiative „Ja zu Duisburg – kein DOC“ informierte in den letzten Monaten zu den Hintergründen des Bürgerbegehrens. Im Fokus der Öffentlichkeitsarbeit lag die Kritik an der ad hoc Realisierung eines neuen Shoppingcenters am Rande der gewachsenen Stadtmitte, inmitten einer Metropolregion, die bereits über zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten verfügt. Die Initiative und die Unterstützer des Bürgerbegehrens setzen sich vor allem dafür ein, dass auf dem Gelände eine zukunftsweisende und nachhaltige Planung stattfindet. Kritik erfolgte vor allem an der Investorhörigkeit und selbstgemachten Handlungsunfähigkeit der Stadtspitze.

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