Die unhaltbaren Zustände in den Bürgerservicezentren endlich beenden! OB Link bricht sein Versprechen!

Im Rahmen der Neustrukturierung der Bezirksämter versprach OB Sören Link, dass der Bürger nichts von den Personalumstrukturierungen bemerken würde.

Seitdem spitzt sich die schon immer angespannte Lage in den Bezirksämtern dramatisch zu. Wir Grüne fragen uns daher: „Hat der Oberbürgermeister tatsächlich noch den Überblick im Bereich seiner Personalpolitik?“

Dazu Sebastian Ritter, stellv. Bezirksbürgermeister aus Duisburg Süd: „Seit mehreren Wochen beobachten wir, dass die Schlangen im Bürgerservice immer länger werden. Auch wenn man Urlaub nimmt, um einen Ausweis zu beantragen, weiß man zurzeit nicht, ob man an diesem Tag auch drankommt. Ich fühle mich vom Oberbürgermeister getäuscht. Die Personalkürzungen haben zu unzumutbaren Zuständen geführt. Als Chef der Verwaltung, Hauptverantwortlicher für Personal, hat er die Lage nicht im Griff. Ich fordere ihn auf, endlich Abhilfe zu schaffen!

Auch im Personal- und Verwaltungsausschuss haben wir Grüne immer wieder eingefordert, dass ein transparentes und nachvollziehbares Personalkonzept fehlt. Das ewige Argument der hohen Krankenstände wird immer als Ursache für Engpässe angeführt. So einfach darf man sich das aber nicht machen!“

Birgit Beisheim, Sprecherin der Duisburger Grünen und selbst Unternehmerin, sagt dazu: „Hätte ich solche Krankenstände in meiner Firma, wäre ich längst pleite! Hohe Krankenstände sind immer auch ein Ausdruck von Organisationsversagen. Wir fordern daher, dass endlich ehrlich über die tatsächlichen Stellenbedarfe diskutiert wird. Ständige Überlastung durch immer neue Aufgaben und ein teilweise intransparentes System der Wiederbesetzung von Stellen sind mitverantwortlich für diese Zustände.

Chaos herrscht z.T. auch in anderen Bereichen. So wird nur jede dritte sogenannte „externe Stelle“ wiederbesetzt. Sicherlich, das ist der Haushaltslage geschuldet. Doch ob Bauingenieure, Ärzte, Planer, überall fehlt es an Personal. Von außen betrachtet sieht es so aus, als ob diese Wiederbesetzungen nach dem Zufallsprinzip erfolgen.“

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