Große Bäume sind keine Manövriermasse – Klima in der Mercatorstraße retten

LandschaftMitBaumKein Verständnis haben die Duisburger Grünen für das Vorhaben, an der Mercatorstraße 28 Bäume zu fällen, darunter auch die großen Bäume auf dem heutigen Mittelstreifen. Bei der Planung der Verkehrsführung um das geplante Multi-Development-Gebäude sollen die Bäume nach der aktuellen Planung nun doch zum Opfer fallen. Zuvor war nach umfangreicher Kritik versichert worden, dass es anders ginge.

 

„Offensichtlich haben die Stadtplaner immer noch nicht verstanden, wie wichtig die großen Bäume für das Mikroklima in einem Stadtquartier sind“, sagt Matthias Schneider, Sprecher der Grünen in Duisburg. „Nur die großen Bäume kühlen im Sommer, erzeugen Sauerstoff und filtern Feinstaub. Das läßt sich erst in einigen Jahrzehnten mit Nachpflanzungen wieder herstellen“. Moderne Stadtplanungskonzepte ersetzen auch in Alleen einen Baum nach dem anderen, wenn ihr maximales Alter erreicht ist, sagen die Grünen. „Aber komplett abholzen, das sind Methoden aus dem letzten Jahrhundert“, so Matthias Schneider. Bäume sind, so die Grünen, einer der wichtigsten Standortfaktoren für einen Stadt, insbesondere für eine Innenstadt. Da würden viele Jahre kleine Neuanpflanzungen keinen Ausgleich darstellen.

Die Grünen fordern die Mitglieder der zuständigen Ausschüsse, der Bezirksvertretung Mitte und des Rates auf, das Vorhaben in dieser Form abzulehnen und eine Umplanung unter Beibehaltung der großen Bäume zu beschließen.

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