Spracherwerb und Bildungschancen

Studien belegen, dass Kinder durchaus in der Lage sind, mehrere Sprachen zu lernen, ohne dass die Kompetenzen in einer Sprache darunter leiden. Mehrsprachigkeit sollte daher als Chance wahrgenommen und genutzt werden. Dafür ist es von großer Bedeutung, alle Sprachen, die ein Kind lernt und spricht, wertzuschätzen und zu unterstützen. Dies kann nur dann erfolgen, wenn genügend und vielfältige Sprachbildungsangebote in allen Sprachen existieren. Dabei nehmen die Eltern eine wichtige Rolle in der Unterstützung der Familiensprache(n) ein, während das Deutsche in der Kindertagesbetreuung/Schule im Fokus steht.

Das Lernen der Sprache Deutsch in Kita und Schule führt sich bis ins Jugendalter fort. Viele Kinder lernen zwei oder mehr Sprachen von Anfang an, andere brauchen Anregung und Förderung beim Zweitspracherwerb.

Wie groß ist die Chance eines Kindes mit defizitärem deutschen Spracherwerb im aktuellen Bildungssystem?
Welche unterstützenden Möglichkeiten haben Erzieher*innen und Lehrer*innen in ihrer täglichen Arbeit?

Diese Fragen – und mehr – wollen wir am Donnerstag, den 11. Oktober ab 19 Uhr mit Dr. Andrea Schäfer (Universität Duisburg-Essen) beantworten.

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