Mehr als 50 Millionen Liter aus dem Wambachsee abgepumpt – Eingriff ist eine ökologische Katastrophe


Wie am Montag durch Medienberichte bekannt wurde, hat die Duisburger Stadtverwaltung am Wochenende in einer Nacht und Nebel Aktion mehrere Millionen Liter Wasser aus dem Wambachsee abgepumpt, um den Pegel der Regattabahn um 7 Zentimeter anzuheben. Dabei ist der Pegel des Wambachsees um mehr als 30 Zentimeter gesunken und die ersten toten Tiere wurden bereits gesichtet.
Das kommentiert Anna von Spiczak, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion und Spitzenkandidatin zur Kommunalwahl 2020: „Im Umweltausschuss am Montag hat das Umweltamt noch erklärt, dass man Gewässer nicht einfach umleiten kann, da dies viele Organismen umbringen würde. Am gleichen Tag wird bekannt, dass die Stadt genau das mit einem der größten Seen der Stadt gemacht hat. Es ist einfach unverantwortlich, für ein Sportevent ein komplexes Ökosystem wie den Wambachsee, die Tiere die darin leben und den Wald drumherum, so nachhaltig zu beeinträchtigen. Die Folgen könnten uns noch jahrelang begleiten. Man kann als Verwaltung nicht immer auf noch zu erstellende Umweltkonzepte verweisen und dann vollkommen planlos derartig massive Eingriffe vornehmen.“
Felix Lütke, Sprecher der Duisburger Grünen und Spitzenkandidat zur Kommunalwahl 2020 ergänzt: „Zusätzlich ist die ganze Aktion vollkommen unzureichend kommuniziert worden. Wenn die Stadtverwaltung Verständnis für das eigene Handeln haben möchte, dann ist es unabdingbar Pläne transparent zu machen und die Betroffenen rechtzeitig miteinzubeziehen. Aber weder die Politik noch die Anwohner*innen sind hier zu irgendeinem Zeitpunkt mitgenommen worden. Man stellt alleBeteiligten vor vollendete Tatsachen und wundert sich dann über Politikverdrossenheit und fehlendes Vertrauen. Das muss sich ändern!“

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