GRÜNE fordern Duisburger Hilfe für verletzte Kinder aus Israel und Palästina


Die grüne Ratsfraktion Duisburg fordert die Stadtverwaltung auf, sich gemeinsam mit dem Bund für den Schutz verletzter und traumatisierter Kinder aus Palästina und Israel einzusetzen. Die Stadt soll sich bereit erklären, im Rahmen humanitärer Hilfe Schutz und medizinisch-psychologische Betreuung für betroffene Kinder bereitzustellen.

Duisburg gehört seit dem Ratsbeschluss im April 2021 dem bundesweiten Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ an und hat sich damit verpflichtet, über das gesetzlich geforderte Maß hinaus humanitäre Verantwortung zu übernehmen. Dieses klare Bekenntnis zur Solidarität muss nun mit Leben gefüllt werden. Städte wie Hannover, Düsseldorf und Bonn haben bereits angekündigt, sich an Hilfsprogrammen für verletzte und traumatisierte Kinder aus Israel und Palästina zu beteiligen. Duisburg sollte diesem Beispiel folgen und seiner Verantwortung als Sicherer Hafen gerecht werden.

Der Co-Fraktionsvorsitzende Felix Lütke erklärt: „Kinder sind die unschuldigsten Opfer dieses Krieges: Sie brauchen Schutz, medizinische Hilfe und einen sicheren Ort, um zur Ruhe zu kommen. Duisburg hat als Mitglied im Bündnis ‚Städte Sicherer Häfen‘ nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Verantwortung zu helfen. Als Stadt mit gut ausgebauter medizinischer Versorgung und starker zivilgesellschaftlicher Struktur kann Duisburg konkret helfen. Wenn andere Städte vorangehen, darf Duisburg nicht zögern. Jetzt ist die Zeit, Menschlichkeit praktisch werden zu lassen.“

Anna von Spiczak, Fraktionsvorsitzende, ergänzt:  „Duisburg hat sich 2021 bewusst zum ‘Sicheren Hafen’ erklärt – dieses Bekenntnis darf kein symbolisches bleiben. Wir fordern Oberbürgermeister Sören Link auf, sich auf Bundesebene für die Aufnahme besonders schutzbedürftiger Kinder einzusetzen. Duisburg sollte sich bereiterklären, gemeinsam mit der Bundesregierung Kindern aus den Kriegsgebieten Schutz und Versorgung anzubieten, zumindest auf Zeit. Hierfür sollte der Oberbürgermeister die notwendigen Gespräche mit dem Bund sowie medizinischen Einrichtungen in unserer Stadt aufnehmen.“

Der grüne Antrag wurde mit Änderungen angenommen:

„1. Der Rat der Stadt Duisburg bekennt sich zu seiner Verantwortung, die sich aus dem Beschluss zum „Sicheren Hafen“ ergibt.
2. Der Oberbürgermeister wird gebeten zu prüfen, welche Möglichkeiten seitens der Stadt Duisburg im Rahmen einer bundeseinheitlichen Initiative bestehen, verletzten Kindern aus Israel und Palästina zu helfen.
3. Die Verwaltung soll dem Rat zeitnah über den aktuellen Stand berichten.“

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