Das Zentrum für Erinnerungskultur hat vielfältige migrantische Geschichten aus Duisburg auf einer Website festgehalten. Diese sollen durch QR-Codes an passenden Stellen im Stadtgebiet abrufbar sein. Die GRÜNEN im Integrationsrat stellen dazu einen Antrag.
Duisburg ist seit jeher von Zuwanderung geprägt: sei es Gerhard Mercator, ab den 1950er Jahren die Gastarbeiter*innen, dann die Spätaussiedler*innen, die Menschen der innereuropäischen Zuwanderung oder die Menschen, die vor Krieg und Katastrophen in unserer Stadt Zuflucht suchen. Alle machen hier Erfahrungen. Sie schreiben Geschichte und Geschichten vom Leben in Duisburg. Auf der Internetseite „Ein anderes Duisburg“ werden ihre Erlebnisse erzählt, mit vielen Fotos, Artikeln, Videos und persönlichen Dokumenten versehen. Die Kapitel sollen durch QR-Codes auch vor Ort im Stadtbild abrufbar sein und so den Geschichten einen räumlichen Bezug geben. Verknüpft mit der Karte auf der Website kann man sich dann eine Stadtführung zur migrantischen Geschichte Duisburgs zusammenstellen.
Für die grüne Ratsfrau Pelin Osman ist das eine wichtige Maßnahme: „Die Menschen mit internationaler Biografie sind zwar in Duisburg präsent, aber man erfährt wenig über sie. Dabei haben sie oder ihre Vorfahren die Geschichte entscheidend mitgestaltet. Das Projekt ,Ein anderes Duisburg‘ stellt anschaulich dar, dass Migration ein Teil der Stadtidentität ist. Es ist manchmal ein schmerzhafter Teil, da z.B. die Rassismuserfahrungen unter die Haut gehen. Die Geschichten wollen wir durch die QR-Codes im öffentlichen Raum zugänglich machen und sie so mit der Stadt stärker verankern. Weil es Duisburger Geschichte ist und es Duisburger Geschichten sind.“
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