Suchtkranke Menschen, die zudem obdachlos sind, sollen linksrheinisch mehr Hilfe bekommen. Die Szene rund um die Rheinhausenhalle soll durch einen Streetworker betreut werden. In der Bezirksvertretung Rheinhausen wurde ein grüner Antrag angenommen, der die Verwaltung zur Prüfung auffordert.
Rund um die Rheinhausenhalle halten sich Menschen auf, denen das Schicksal nicht gut mitspielt: Obdachlosigkeit und Sucht sind eine verheerende Kombination, die die betroffenen Personen oft an den Rand der Gesellschaft drückt. Deshalb soll durch die Einrichtung einer Streetworkerstelle mehr Hilfe vor Ort geleistet werden. Informationen zu Notschlafstätten, Ausstiegsmöglichkeiten aus der Sucht und Vernetzung mit weiteren Unterstützungsangeboten sollen so besser gestreut werden. Außerdem entsteht mit der Zeit ein Vertrauensverhältnis, das die Akzeptanz und Annahme der verschiedenen Hilfen steigert. Zusätzlich sollen Schließfächer bereitgestellt werden, damit obdachlose Menschen ihr weniges Hab und Gut sicher unterbringen können, um zum Beispiel Behördengänge oder Arztbesuche wahrzunehmen.
Hülya Ciğerli von den GRÜNEN in der Bezirksvertretung Rheinhausen erläutert: „Die Lebenssituation für obdachlose und suchtkranke Menschen muss dringend verbessert werden. Da sie oft aufgrund schlechter Erfahrungen und Schicksalsschlägen vorsichtig sind, ist das Vertrauen unerlässlich, das sie zu einer Streetworkperson aufbauen. So können sie Hilfe leichter annehmen und bestenfalls aus diesem Teufelskreis aussteigen. In Hamborn wurden positive Ergebnisse dadurch erzielt. Das möchten wir gern auf Rheinhausen übertragen.“
Suchterkrankungen und Obdachlosigkeit steigen in NRW an, ebenso wie die Zahl der Drogentoten. Niedrigschwellige Hilfsangebote werden leichter durch regelmäßigen Kontakt mit Streetworkern angenommen.
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