Die Bauarbeiten am Stadtbahnhof Steinsche Gasse sind immer noch nicht abgeschlossen. Die Ausgänge Kasinostraße und Friedrich-Wilhelm-Platz sind verschlossen, die neuen Aufzüge nicht in Betrieb. Eine Strafanzeige gegen die DVG bezog sich auf falsche Flucht- und Rettungspläne. Die Grünen in der Bezirksvertretung Mitte fordern verbindliche Antworten.
Vor knapp fünf Jahren als Dringlichkeitsbeschluss unterzeichnet, heute immer noch Baustelle: Die Haltestelle Steinsche Gasse wird zum Dauerbrenner unter den Duisburger Langzeitprojekten. Konkret sollen die Nachrüstung der Aufzugsanlagen und der Einbau eines Blindenleitsystems erfolgen. Fristen, die die Stadt und die DVG nannten, sind alle verstrichen. Kürzlich gab es ein ironisch gemeintes Fest zum Geburtstag der Baustelle, organisiert von Nachbar*innen. Gar nicht zum Lachen sind hingegen falsche Flucht- und Rettungspläne in der Haltestelle, die zu einem gesperrten Ausgang wiesen. Deshalb wurde Strafanzeige gegen die DVG gestellt. Inzwischen wurden die Pläne aktualisiert und ein weiterer Fluchtweg eingerichtet.
Die Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Bezirksvertretung Mitte, Dr. Gabriele Siegert, ist fassungslos: „Nicht auszudenken, wenn bei einem Notfall Menschen zu Schaden gekommen wären, weil sie durch die falschen Fluchtpläne in eine Sackgasse gelaufen wären. Die sofortige Aktualisierung der Rettungspläne gehört zu den Selbstverständlichkeiten, wenn man Ausgänge schließt. Darüber hinaus ist die Verzögerung der Bauarbeiten nicht mehr zu erklären. Die Leidtragenden sind blinde Menschen, Menschen im Rollstuhl oder mit anderer Mobilitätseinschränkung, Menschen mit Kinderwagen oder Fahrrädern usw. Wir erwarten Antworten dazu, wer für diese Zustände verantwortlich ist und wann die Haltestelle endlich barrierefrei nutzbar ist.“
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