Graffiti im öffentlichen Raum sind als Kunstform längst etabliert. Allerdings mangelt es an freigegebenen Flächen, um legal zu sprühen. Deshalb bringt die grüne Fraktion in der Bezirksvertretung Süd gemeinsam mit der Linken einen Antrag ein, der die Prüfung potenzieller Flächen vorschlägt.
„Ist das Kunst oder kann das weg?“ Die Frage stellt sich bei illegal gesprühten Graffiti oft nicht, weil sie pauschal als Sachbeschädigung angesehen werden. Im Bezirk Duisburg-Süd gibt es keine legal ausgewiesenen Graffitiflächen für Sprühende. Dies soll auf Initiative der Linken und mit Unterstützung der Grünen nun geändert werden. Die Stadtverwaltung soll prüfen, welche Flächen den Künstler*innen prinzipiell zur Verfügung gestellt werden können.
Dominik Achternbosch, Einzelvertreter der Linken, erläutert die Idee: „Gut gemachte Graffiti sind eine Bereicherung für jede Umgebung. Diese Kunst darf nicht länger ignoriert oder kriminalisiert werden, indem es einfach keinen legalen öffentlichen Raum dafür gibt. Wir wollen die Kreativszene in Duisburg stärken und das Ausleben und Erleben von Kunst vielfältiger machen.“
Die grüne Fraktion in der BV Süd begleitet die Idee gern. Heide Apel dazu: „Kunst im öffentlichen Raum haben wir viel zu selten. Damit die Kreativen ihre Fähigkeiten verbessern und ausstellen können, brauchen wir dringend genehmigte Wände. Besonders junge Leute begeistern sich für Graffiti, deshalb möchten wir ihnen den Zugang zur Kunst durch diesen Antrag erleichtern.“
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