Mehr Bäume, Entsiegelungen von Flächen und Dachbegrünungen waren die Ziele, die mit dem 2024 eingeführten Förderprogramm „Mehr Grün für Duisburg“ erreicht werden sollten. Der Rat der Stadt Duisburg hatte beschlossen, dafür 500 000 € pro Jahr bis 2027 zur Verfügung zu stellen. Die GRÜNEN wollen wissen, ob das Geld von der Duisburger Bevölkerung abgerufen wurde.
Bisher hat sich die Mehrheit im Duisburger Stadtrat geweigert, verbindliche Regeln für Klimaschutzmaßnahmen im städtischen Handeln festzulegen: Konkrete Vorschläge wurden nur zur Kenntnis genommen, Konzepte zu Empfehlungen degradiert. Für Bürger*innen wurden immerhin Anreize geschaffen, mehr Grün auf ihre Privatgrundstücke zu bringen und dafür Fördergeld zu bekommen. Pro Jahr sind 500 000 € im Umweltdezernat dafür festgeschrieben, sei es für Zuschüsse bei Baumpflanzungen, für Dachbegrünung oder Entfernung von Asphalt etc. zugunsten eines natürlichen Bodens, der Regenwasser aufnehmen kann. Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg, genauer deren Regenagentur, organisiert das Förderprogramm für das Umweltdezernat und berät die Bürger*innen bei der Antragstellung.
Kathrin Selzer von den GRÜNEN im Ausschuss Umwelt, Klima und Naturschutz ist gespannt, ob das Programm ankommt: „Wir wollen wissen, welche Maßnahmen gefördert und wie viele Bäume dadurch gepflanzt wurden. Die halbe Million ist gut investiert, weil sie die Luft verbessert, die Umgebung kühlt und Starkregenereignisse abmildert. Das spart hinterher mehr Kosten, als es vorher verursacht. Würde sich herausstellen, dass die Duisburger*innen viel mehr für das Klima tun möchten, sollten wir das als Politik unterstützen und die Fördersumme erhöhen.“
Die Fragen der GRÜNEN wurden im Ausschuss nicht beantwortet. Es soll in den nächsten Wochen schriftliche Antworten der Verwaltung geben.
Neuste Artikel
Pressespiegel 13.-20.04.2026
Der grüne Pressespiegel mit aktuellen Artikeln, Berichten und Interviews der letzten Woche: Thyssenkrupp-Betriebsrat wehrt sich gegen Abmahnung: „Angriffe müssen aufhören“ Duisburger Stadtteil vermüllt? Anwohnerin befürchtet Abwärtsspirale Neuer Campus für die Universität in Duisburg: Erste Einblicke in die Planungen Mehr Schutz für Thyssenkrupp und Co.: Stahl-Entscheidung mit Folgen für Jindal Sperrung der OB-Karl-Lehr-Brücke: „Die erste Woche…
Mehr Schilder und weniger Müll für Tiger & Turtle
Die Duisburger Landmarke Tiger & Turtle soll wieder attraktiver werden. Das beliebte Ausflugsziel ist von der Straße aus nur noch mit Mühe zu finden, weil Hallen den Blick verstellen. Hinweisschilder auf den Aufgang fehlen. Die Infotafeln an der „Achterbahn“ selbst sind in schäbigem Zustand. Die wenigen Mülleimer werden zu selten geleert. Die GRÜNEN in der…
Klimademo | 18. April in Köln
Bündnis aus Umweltorganisationen fordert eine zügige Energiewende statt politischer Blockaden Duisburg, 14. April 2026 – Die Energiepolitik der Bundesregierung steht zunehmend in der Kritik. Insbesondere die geplanten Maßnahmen für den Ausbau der Stromnetze, das neue Heizungsgesetz sowie der Entwurf für das Erneuerbare-Energien-Gesetz sorgen für kontroverse Diskussionen. Zudem steigen angesichts des aktuellen Iran-Kriegs die Gas- und…
Ähnliche Artikel