Klimawandel und politische Ignoranz steigern Duisburgs Risiko


Der Klimarisiko-Index gibt an, wie stark eine Kommune durch Starkregen, Sturm, Überschwemmungen, Hitze oder Dürre gefährdet ist. Duisburg hat im NRW-Vergleich das höchste Klimarisiko im Bundesland. Die GRÜNEN fragen nach konkreten Maßnahmen der Verwaltung, das Risiko zu senken.

Wieder ein trauriger Spitzenplatz für Duisburg: Unsere Stadt trägt in ganz Nordrhein-Westfalen das höchste Risiko, unter Folgen des Klimawandels zu leiden. Stark gefährdet sind wir durch Starkregen, Stürme und Überschwemmungen. Hitze und Wasserknappheit werden sich bis 2050 zusätzlich steigern. Das zeigt der Klimarisiko-Index, den Wissenschaftler*innen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und der ERGO Versicherung für alle 400 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland entwickelt haben. Verheerend ist für Duisburg, dass die Ratsfraktionen von SPD und CDU im Jahr 2023 Vorlagen zum Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung auf ein unverbindliches Minimum reduziert haben.

Dr. Gabriele Siegert von den GRÜNEN erwartet genaue Informationen: „Die wenigen Klimawandelmaßnahmen der Stadtverwaltung reichen bei Weitem nicht aus, um Duisburgs Bevölkerung wirkungsvoll zu schützen. Wir reden hier nicht von Nice to have, sondern von konkreten Gefahren für die Menschen. Besonders Starkregenereignisse haben Duisburg bereits arg gebeutelt. Deshalb sind Prestige-Bauprojekte auf der grünen Wiese auch widersinnig: Es braucht weniger Beton und mehr natürliche Flächen, wo Wasser versickern kann, anstatt die Kanalisation und anschließend Keller zu fluten. Die Bürger*innen tragen das Risiko und die Folgekosten, aber die Politik trägt die Verantwortung für unterlassene Vorbeugung.“

Durch die Risikobewertung können zusätzlich Versicherungskosten steigen und der Wert einer Immobilie fallen.

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