Der Duisburger Empfang zum Internationalen Frauentag war gut besucht und hochkarätig besetzt: Frau Prof. Dr. rer. nat. Anke Hinney beleuchtete, warum Geschlecht und Gender in der medizinischen Forschung und Versorgung stärker berücksichtigt werden müssen. Die GRÜNEN kamen gern in die *Innenstadt zum AV Concept Store.
DER Patient steht im Mittelpunkt der Medizin, DIE Patientin eher am Rande. Dabei ist schon länger bekannt, dass es geschlechtsspezifische Ausprägungen von Krankheiten gibt. Diese zu erkennen und gendersensibel zu behandeln, ist der Weg zur Spitzenmedizin, so Frau Prof. Dr. rer. nat. Anke Hinney. In ihrem spannenden Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde berichtete sie anschaulich von Forschungsergebnissen und Handlungsmöglichkeiten.
Die grüne Ratsfrau Dr. Nazan Şirin sprach das Thema sehr an: „Eine durch den männlichen Standardpatienten dominierte Medizin ist ein Risikofaktor für Frauen. Ihre Symptome können falsch gedeutet und ihre Krankheiten falsch behandelt werden. Die Wissenschaft kann und muss ihren Beitrag zu einer geschlechtergerechten Welt leisten. Im Grunde lässt sich das Problem verallgemeinern: Eine durch den männlichen Standardmenschen dominierte Gesellschaft ist ein Risikofaktor für Frauen.“
Der Internationale Frauentag wird seit 1911 begangen. Forderungen der politischen Teilhabe, körperlichen Selbstbestimmung und Geschlechtergerechtigkeit prägen bis heute den Aktionstag.
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