6-Seen-Wedau: Radverkehr – Fehlanzeige
Die Baumaßnahmen im neuen Stadtteil 6-Seen-Wedau gehen voran, aber anders als geplant. Beschlossen waren „attraktive, sichere und direkte Fuß- und Radverkehrswege“. Speziell der Radverkehr wird aktuell nicht berücksichtigt. Die GRÜNEN wollen mit ihrem Antrag hier nachjustieren.
Als 2017 die Planung des Wohnquartiers 6-Seen-Wedau beschlossen wurde, ging es um ein autoarmes Zukunftsquartier. Möglichst viele Wege des täglichen Bedarfs sollten zu Fuß, per Rad oder mit dem ÖPNV erledigen werden können. Im September 2025 wurde dann von der Stadt das „Verkehrs- und Radwegekonzept 6-Seen-Wedau“ präsentiert, das eklatant von den vorherigen politischen Beschlüssen abweicht. So wird im gesamten Plangebiet kein Radweg vorgesehen. Trotz deutlicher Kritik über alle demokratischen Parteien hinweg hat die Stadt bisher nichts nachgebessert.
Beate Potthoff, Mitglied im Ausschusses Stadtentwicklung & Verkehr, erläutert: „Verbesserungen sind nötig und noch möglich: Wir Grünen fordern flächendeckend Tempo 30 für den neuen Stadtteil, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen. Außerdem kann ohne großen Aufwand der Gehweg auf vier Meter verbreitert, geteilt und zur Hälfte mit Fahrradpiktogramm versehen werden. So entsteht ein zusätzliches attraktives Angebot für Radfahrende.”
Ingrid Fitzek, Mitglied in der Bezirksvertretung Süd, kritisiert: „Die bisherigen Vorgaben für ein autoarmes Quartier werden im vorliegenden Verkehrs- und Radwegekonzept schlicht ignoriert. Mit unserem Antrag machen wir gut umsetzbare Vorschläge, die wenig kosten. Ziel ist, dass die Menschen im neuen Quartier das Auto stehen lassen und sicher per Rad oder zu Fuß unterwegs sein können. Das ist gerade für Kinder wichtig. Es wäre politisch blamabel, wenn bei diesem Vorzeigequartier der Stadt die Zukunft verschlafen und stattdessen ein Verkehrskonzept von Vorgestern umgesetzt würde.“
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