Einen besonderen Auftakt versprach die Duisburger Ratssitzung Anfang Mai: Die Fraktionen kamen zu einer Pressekonferenz an der A 59 in Meiderich zusammen, um sich erneut gegen den Ausbau in Hochlage auszusprechen. Ehrensache, dass wir als grüne Ratsfraktion dabei waren.
Die Fläche ist riesig, auf der die Vorbereitungsarbeiten zum Bau der Berliner Brücke laufen. Dort konnten sich die anwesenden Ratsleute und die Medienvertreter*innen nochmal einen Eindruck verschaffen, welch Betonmonster mit der neuen A 59 auf den Duisburger Norden zugerollt kommt. Apropos anwesend: Wir Grünen waren vollzählig, bis auf durch Arbeit oder Krankheit verhinderte Ratsleute. Ebenso die Linken, und viele von der SPD waren auch dort. Dann wurde es dünn. Ein CDU-Ratsherr war da, keiner von Junges Duisburg. Der Meidericher Bürgerverein hielt wieder tapfer die Stellung und demonstrierte auch später weiter, als Bundesverkehrsminister Schnieder (CDU) den Spatenstich für die Berliner Brücke vollzog.
Die grüne Ratsfrau Kathrin Selzer ist auch in der Bezirksvertretung Meiderich/Beeck aktiv: „Wir werden nicht müde, gegen dieses riesige Verkehrsbauwerk vorzugehen, um es menschenfreundlich unter einen Deckel zu bekommen. In anderen Regionen, die maßgeblich dünner besiedelt sind, hat die Autobahn GmbH es möglich gemacht und begründete es selbst mit dem Schutz von Mensch und Natur. Hier im dicht besiedelten Duisburg scheint der Faktor Mensch leider keine Rolle zu spielen. Der Duisburger Norden hat eh schon die Last dieser großen Autobahn zu tragen, deshalb sollte man den betroffenen Bürger*innen gegenüber besonders verantwortlich planen.“
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