Am Samstag gab es eine besondere Aktion in der Duisburger Innenstadt: In Stellvertretung für ME/CFS-Erkrankte lagen über 100 Demonstrierende auf den schwebenden Gärten vor dem Theater. Erkrankte können oft das Bett oder ihr Zuhause gar nicht verlassen und werden somit unsichtbar. Aufklärung zur Diagnose und dem Stand der Forschung lieferte die Initiative „#Liegenddemo“. Die gesundheitspolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion war mit dabei.
ME/CFS ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung und schränkt die Betroffenen stark ein. Sie leiden unter großer Entkräftung, Schmerzen und/oder Schlafstörungen. Auslöser kann eine Infektionskrankheit wie Influenza oder Covid 19 sein. Da die Symptome vielfältig sind, ist die Diagnose teils schwierig. Umso wichtiger, dass Aktionstage wie der in Duisburg auf die Erkrankung aufmerksam machen. Die Initiator*innen wollen mehr Bewusstsein schaffen und die notwendige Forschung unterstützen, um bessere Behandlungsmethoden zu erreichen.
Die grüne Ratsfrau Ikram Kabchi unterstützt als gesundheitspolitische Sprecherin die Initiative: „Diese Erkrankung isoliert Betroffene und schränkt sie in ihrem Leben stark ein. Sie haben kaum Kraft, sich um sich selbst zu sorgen, geschweige denn, auf ihr Leid aufmerksam zu machen. Deshalb brauchen sie eine starke Stimme durch uns Gesunde, um mehr Forschung und langfristig auch Heilung zu erreichen. Diese Krankheit muss mehr ins Bewusstsein kommen und medizinisch besser behandelt werden.“
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