Die Planung des Neubaugebietes 6-Seen-Wedau wirft weitere Fragen auf. Nachdem das „Verkehrs- und Radwegekonzept“ erhebliche Mängel aufwies, die trotz fachlicher Hinweise nicht behoben werden sollen, steht jetzt die Parksituation im Fokus. Dazu gehört, dass an der neuen Grundschule bisher keine Kurzparkzone vorgesehen ist. Die GRÜNEN in der Bezirksvertretung Süd stellen dazu eine Anfrage.
Obwohl das Neubaugebiet als möglichst „auto-arm“ beworben wird, ist die gesamte Verkehrsplanung hauptsächlich auf das Auto ausgelegt. Rund 3000 Wohneinheiten werden in 6-Seen-Wedau entstehen. Daraus abgeleitet ist von etwa 4000 Fahrzeugen der zukünftigen Bewohner*innen auszugehen. Hinzu kommen motorisierte Gäste und Lieferverkehr. Deshalb wollen die GRÜNEN wissen, ob Parkplätze hauptsächlich dezentral bei jedem Gebäude vorgesehen sind, was insbesondere zur Rush Hour zu starkem Autoverkehr im gesamten Stadtteil führen würde. Anders wäre es z. B. bei Quartiersgaragen oder Sammelparkplätzen, weil dadurch der Autoverkehr gezielter gelenkt werden kann.
Bei der jetzigen Verkehrsplanung ist damit zu rechnen, dass zur neuen Grundschule viele Kinder mit dem Auto gebracht werden. Angesichts der bekannten Probleme mit den „Elterntaxis“ an anderen Schulen wollen die GRÜNEN wissen, ob eine Kurzparkzone geplant ist, damit es beim Bringen und Abholen nicht zu gefährlichen Situationen kommt. Ingrid Fitzek, GRÜNE Fraktion/Bezirksvertretung Süd, dazu: „Leider fehlen Informationen, wie die Parksituation geregelt werden soll. Da die ÖPNV-Anbindung bisher unzulänglich ist und Radwege fehlen, ist zu befürchten, dass es regelmäßig zu starkem Autoverkehr kommen wird. Bei der gesamten Verkehrsplanung muss dringend nachgebessert werden. Das Quartier auto-arm zu nennen und dann die Bedingungen dafür nicht zu schaffen, wäre nicht nur Augenwischerei, sondern würde die künftigen Bewohner*innen stark belasten.“
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