Legendenschilder für das Dichterviertel


Das Dichterviertel in Obermarxloh ist in vielerlei Hinsicht von historischer Bedeutung. Kleine Zusatztafeln an den Straßenschildern sollen nun Informationen über die jeweilige bekannte Persönlichkeit liefern. Die Fraktion aus GRÜNEN und Linken stellt dazu einen Antrag in der Bezirksvertretung Hamborn.

Brentano, Grillparzer oder Schiller sind beispielsweise in den Straßennamen des Dichterviertels verewigt. Unter den Lyrikern befindet sich mit Annette von Droste-Hülshoff lediglich eine Dame. Aus der Reihe fällt, aber nicht von weniger Bedeutung ist Kurt Spindler, der im Widerstand gegen die Nationalsozialisten aktiv war und 1943 ermordet wurde. Die wichtigsten Informationen über die Personen sollen nun an den Straßenschildern ergänzt werden. Kleine Zusatztafeln klären Passant*innen über die Lebensdaten und das Schaffen auf.

Ralf Buchthal von den GRÜNEN möchte damit mehr Bewusstsein schaffen: „Die Zusatzinformationen würden en passant der historischen und kulturellen Bildung dienen. Es wird klarer, um wen es sich handelt und wofür die Person bekannt ist. Einerseits bewahrt man damit das kulturelle Erbe und andererseits weckt man Interesse für Literatur und Geschichte. Die umliegenden Schulen könnten so den öffentlichen Raum als Lernort nutzen.“

Marcel Narloch von den Linken ergänzt: „Wenn man um die Namensgebung seiner Straße weiß, identifiziert man sich stärker mit seinem Wohnort. Die kurzen Erläuterungen können den Austausch unter den Menschen fördern und damit den gesellschaftlichen Diskurs anregen. Aus Tourismusaspekten sind diese kleinen Tafeln zusätzlich interessant. Man könnte sie mit QR-Codes ergänzen, die ausführlichere Informationen zur Person liefern.“

In vielen deutschen Städten gibt es diese „Legendenschilder“, die auch unter dem Schlagwort „Bildung im Vorübergehen“ bekannt sind.

Update aus der Sitzung: Der Antrag wurde angenommen. 

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