Schotten dicht am Grünen Pfad


Der Grüne Pfad in Meiderich ist bis zum Sommer 2027 voll gesperrt. Als Grund gibt die Stadtverwaltung an, dass dies für Bauarbeiten nötig sei. Die Fraktion aus Grünen und Linken in der Bezirksvertretung Meiderich/Beeck kritisiert die Einschränkungen für Bürger*innen in einer Anfrage.

Rund 90 Doppel- und Reihenhäuser sollen im neuen Wohngebiet „Hoher Weg“ entstehen. Der Bauträger verspricht hohe Aufenthaltsqualität, zu der auch der Grüne Pfad als wichtige Grünachse beiträgt. Just dieser wurde für insgesamt 18 Monate gänzlich gesperrt, sodass weder mit dem Rad noch zu Fuß ein Durchkommen ist. Die Stadtverwaltung hat einer privaten Baufirma die Erlaubnis erteilt, den Grünen Pfad als Lagerplatz und für Rangierfahrten mit Baggern zu verwenden. Viele Menschen in Meiderich und Ruhrort nutzen die Wegeverbindung regelmäßig und sind über die komplette Sperrung enttäuscht und verärgert.

Kathrin Selzer von den Grünen kann den Unmut verstehen: „Eine wichtige Verbindung im Stadtteil wird plötzlich geschlossen und keine Alternative angeboten. Warum stellt man nicht wenigstens ein offizielles Schild zur Information auf, das eine barrierefreie Ausweichstrecke aufzeigt? Bei einer so langwierigen Sperrung müsste eine Umleitung für den Fuß- und Radverkehr mitgeplant werden.“

Ulrike Fai von den Linken schlägt Folgendes vor: „Wir wollen wissen, ob andere Flächen in der direkten Umgebung für die Arbeiten der Baufirma in Frage kommen. Oder ob wenigstens eine Teilöffnung des Grünen Pfades für den Fußverkehr möglich ist. Rigoros den Weg zu schließen, ohne nach konstruktiven Kompromissen zu suchen, ist frustrierend für die Anwohnenden, die ohnehin durch die Bauarbeiten beeinträchtigt werden. Die Interessen von Fußgänger*innen und Radfahrer*innen werden in Duisburg oft nicht berücksichtigt.“

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