Duisburg hinkt beim Einbau von Smartmetern hinterher. Die intelligenten Stromzähler können Verbraucher*innen bares Geld sparen lassen. Die GRÜNEN im Ausschuss für Digitalisierung fragen nach Gründen und Auswirkungen der Verzögerung und fordern Gegenmaßnahmen.
An sonnigen und windreichen Tagen ist Strom durch die erneuerbaren Energien besonders günstig. Von diesen Preisvorteilen können Haushalte jedoch nur profitieren, wenn sie über intelligente Messsysteme, sogenannte Smartmeter, verfügen. In Duisburg waren nach Angaben der Bundesnetzagentur bis Ende 2025 lediglich rund elf Prozent der Verbrauchsstellen mit Smartmetern ausgestattet. Damit liegt die Stadt deutlich unter der gesetzlich vorgesehenen Ausbauquote von 20 Prozent. Zusätzlich zu den Nachteilen für Bürger*innen könnte ein Zwangsgeldverfahren der Bundesnetzagentur gegen die Stadtwerketochter „Netze Duisburg“ drohen. Sie ist als Netzbetreiber für das Smartmeter-Rollout in Duisburg zuständig.
Dr. Gabriele Siegert von den GRÜNEN im Digitalisierungsausschuss moniert fehlende Transparenz und Tempo: „Smartmeter sind ein wichtiger Baustein eines zeitgemäßen Energiesystems. Sie ermöglichen die Nutzung dynamischer Stromtarife und können so die Strompreise für Verbraucher*innen senken. Intelligente Stromzähler sind besonders bei Haushalten mit hohem Stromverbrauch, mit Photovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen oder Wallboxen von Vorteil. Wir wollen Antworten und Lösungen für den schleppenden Ausbau.“
Deutschland hat generell Nachholbedarf dabei, seine Stromnetze zu modernisieren. In anderen europäischen Ländern sind intelligente Stromzähler bereits seit Jahren flächendeckend im Einsatz.
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