Nachgehakt: Fehlende Möbel und digitale Abgründe


Ein Brandbrief von Duisburgs größter Gesamtschule an die Stadtverwaltung sorgte im Frühling für Furore. Der Schulleiter bescheinigte der Verwaltung als Schulträger Versagen in verschiedenen Bereichen. Die GRÜNEN im Schulausschuss fragen nach Entwicklungen und Lösungen.

Der Leiter der Leibniz-Gesamtschule in Hamborn formulierte, was viele seiner Kolleg*innen in Duisburg mitfühlen können: Eklatante Mängel in der Schulträgerverantwortung wurden an zahlreichen Beispielen belegt, die den Schulalltag erschweren. Schulsekretärinnen würden durch nicht funktionierende Programme zu analoger Mehrarbeit gezwungen, und eine zentrale digitale Lösung zur Schülerverwaltung werde seit Jahren nicht eingeführt. Die Umsetzung des Digitalpakts scheitere an fehlendem Personal und schlechter Logistik, Emails ans Amt gingen verloren. Bestelltes Mobiliar und digitale Endgeräte würden nicht geliefert. Aufgrund der finanziell desolaten Lage der Stadt seien im Jahr 2026 gar keine Investitionen mehr möglich sein. Das mit großen Hoffnungen eröffnete Sachgebiet „Schulorganisation“ könne von den Mitarbeitenden nur als Mängelverwaltung betrieben werden. Viele Baustellen und großer Leidensdruck zeigen sich an der Gesamtschule, wie der Brandbrief deutlich macht.

Die grüne Ratsfrau Pelin Osman kann die Frustration nachvollziehen: „Die Handlungsfähigkeit einer Schule hängt von vielen Faktoren ab, die vor Ort nicht zu beeinflussen sind. Wir wollen durch unsere Anfrage erfahren, welche Schlüsse aus der umfangreichen Kritik gezogen wurden und wann etwas dagegen getan wird. Die Stadtverwaltung muss dringend die Mängel beheben und Bedingungen schaffen, die für Mitarbeitende und Schüler*innen tragbar sind. Am Schluss sind es auch die Schulkinder, die unter den Umständen leiden.“

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