Bedenken gegen US-amerikanische Software an Schulen


Im Jahr 2008 kam ein fraktionsübergreifender Arbeitskreis zu der Einschätzung, dass Open-Source-Software auf städtischen Computern nur bedingt einsetzbar ist. Da sich in 18 Jahren die technische Landschaft stark verändert hat, stellen die GRÜNEN einige Fragen zur aktuellen Lage und Bewertung im Digitalisierungsausschuss. Auch der Einsatz von Microsoft 365 wird thematisiert.

Der Gebrauch von Open-Source-Software auf Computern von städtischen Institutionen war seinerzeit noch umstritten. Inzwischen haben technische Entwicklungen die Nutzung stabiler und kompatibler gemacht. Vom Zentrum für Digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung (ZenDis) wurde beispielsweise im Auftrag des Bundes OpenDesk entwickelt. Speziell für den Einsatz in öffentlichen Verwaltungen konzipiert, wird die Open-Source-Alternative zu Microsoft 365 bereits von mehreren Bundesbehörden und Kommunen erprobt. Im Gegensatz zu Open-Source-Software fallen bei Microsoft 365 Lizenzgebühren an, die bei einer stadtweiten Nutzung erheblich sind.

Außerdem hat sich die geopolitische Verlässlichkeit der USA stark verändert, was auch amerikanische Firmen beeinflusst. Kürzlich hat die US-Regierung einem Unternehmen verboten, einen Service für Nicht-Amerikaner*innen anzubieten. Fachleute für Digitalrechte sehen hier einen gefährlichen Präzedenzfall.
Thomas Hanke von den GRÜNEN im Digitalisierungsausschuss teilt die Bedenken: „Wir sollten uns davor hüten, Personendaten von Duisburger Schüler*innen durch US-amerikanische Software zu verwalten. US-Behörden und Geheimdienste können darauf zugreifen, auch wenn die Server in Europa stehen. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist inzwischen unberechenbar geworden. Eine günstige und sichere Software-Lösung sollte gerade im Schulbereich eingesetzt werden.“

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