„Die Neuorganisation der ambulanten Suchthilfe ist eine zukunftorientierte Strukturreform in der kommunalen Gesundheitspolitik der Stadt Duisburg“

Duisburg, 26.05.2008 – Aufgrund eines gemeinsamen Antrags der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und der CDU-Fraktion wurde in der Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Soziales und Gesundheit im Mai 2006 ein neues kommunales Suchthilfekonzept einstimmig verabschiedet.
Die grüne Bürgermeisterin Doris Janicki zeigt sich mit dem vorgelegten Ergebnis der Verwaltung sehr zufrieden: „Die Verwaltungsvorlage zur Neuorganisation der ambulanten Suchthilfe entspricht genau unseren Erwartungen für eine zukunftsträchtige Gesundheitspolitik in der Suchthilfe in Duisburg.“ Allerdings müsse, so Janicki, eine wichtige personelle Grundlage unbedingt berücksichtigt werden: „Wir fordern die Kommune auf, im Bereich der Beratung und Prävention zwei Stellen mit Migrationshintergrund einzurichten. Dieses sehen wir als eine Pflichtaufgebe, die auf der Bedarfsfeststellung, die auch in der Verwaltungsvorlage erläutert wird, hervorgeht.“
Die beiden Ausschussmitglieder der Grünen, Doris Janicki und Gisela Schnelle-Parker, werden hierzu, bei der heutigen Sitzung des Ausschuss für Arbeit, Soziales und Gesundheit einen entsprechenden Antrag zur Errichtung der beiden Stellen stellen. Die sozialpolitische Sprecherin begrüßt auch den neuen Trägerverbund, der mit der Neuorganisation der ambulanten Suchthilfe in Duisburg entstehen wird. Dieser wird neben der Bündelung der bisherigen Tätigkeiten, zukünftig auch eine Beratungsstelle für Jugendliche und deren Eltern zur Bekämpfung der Suchtgefahren einrichten.
Dabei ist den Grünen wichtig, dass zur dauerhaften Gewährleistung der interkulturellen Aspekte in der Arbeit mit Suchtkranken auch eine Person des Referates Migration und Integration dem Trägerverbund beratend zur Seite steht: „Das Thema Integration ist für die Grünen eine Querschnittsaufgabe, die wir in allen Bereichen einbeziehen müssen. Damit möchten wir den gesellschaftspolitischen Entwicklungen gemeinsam gerecht werden.“
Darüber hinaus verweist Janicki auch auf die Wichtigkeit der Prävention und Information der Eltern hin: „Der Suchtbericht 2007 zeigt insbesondere auf den steigenden Alkoholmissbrauch unter den Jugendlichen auf und genau hier setzen wir mit der Errichtung der Jugendsuchtberatung ein Zeichen, um das Gefahrenpotential für Jugendlichen zu minimieren und Eltern umfangreich zu informieren.“
Dabei sei in der Suchthilfe auch die Rolle der Prävention absolut von Nöten. Diese sei bis jetzt über die Suchtprophylaxe der Stadt Duisburg hervorragend geleistet worden sei. Durch die Zusammenführung der Suchtprophylaxe in das neue Verbundsystem und der Errichtung der Jugendsuchtberatung entstehe eine ganzheitliche und hochqualitative Einrichtung, die den Bedürfnissen der Betroffenen entspreche.
Für Janicki stimmt die Richtung des neuen Suchthilfekonzepts auf jeden Fall und wünscht sich weitere zukunftsweisende Projekte im Sozial- und Gesundheitsbereich: „Je mehr Projekte wir für eine gesunde Stadt bekommen – desto zufriedener werden die Menschen in Duisburg sein. Die Grünen werden weiterhin alles Notwendige tun, um der Stadt und seiner Bevölkerung lebenswerte Räume zu schaffen.

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