Freie Kulturszene hat von SPD & Co nichts zu erwarten

Duisburg, 28.11.2008 – Zu den Auseinandersetzungen im letzten Kulturausschuss um die Anträge von Grünen und CDU zur Unterstützung von zwei Projekten der Freien Kulturszene, Alte Feuerwache und Cubus Kunsthalle, erklärt die Grüne kulturpolitische Sprecherin Doris Janicki:

 

„Es ist schon merkwürdig mit anzusehen, wie die SPD mit ihrem oppositionellen Tunnelblick ausgestattet immer weniger in der Lage ist, zwischen Richtig und Falsch zu unterscheiden.“

Richtig sei es, der Freien Kulturszene als wichtigen Bestandteil des kulturellen Lebens einer Stadt eine einigermaßen existentielle Grundlage zu geben. Richtig sei auch, dass es sich bei der Cubus Kunsthalle und der Alten Feuerwache um Einrichtungen der Freien Kulturszene handelt, die bislang sehr geringe bis gar keine Förderung erhalten haben. In politischen Sonntagsreden dürften sie sich aber über Lob und Anerkennung ihrer Arbeit freuen, so Bürgermeisterin Janicki weiter.

 

Und wenn es schon nicht richtig sei, nur 2,67 % des städtischen Gesamthaushaltes für die städtische Kultur auszugeben (ca. 34. Mill. € ), so sei es erst recht nicht richtig, davon nur 1,7 % für die Freien Kulturszene auszugeben (ca. 600.000 €).

 

„Im Hinblick auf die Projekte um die Kulturhauptstadt 2010 werden gerade Millionen Pakete für diverse Highlights und Leuchtturmprojekte geschnürt und auf der anderen Seite soll den Einrichtungen die für das tägliche kulturelle Leben in dieser Stadt eine wesentliche Bedeutung haben, der Stecker herausgezogen werden“, so Janicki. Eine solch widersinnige Logik passe nur zusammen, wenn das eigene kulturelle Denken sich in der Wahrnehmung der städtischen Musealen- und Hochkultur erschöpft. Folgt man weiterhin diesem sozialdemokratischen Tunnelblick, dürfte Duisburg bald in kulturellen Provinzialismus versinken.

 

„Von Rot – Rot und Gelb hat die Freie Kulturszene in Duisburg absolut nichts zu erwarten“, resümiert die Bürgermeisterin und schließt: „Man denke sich doch einfach mal das ganze kulturelle Engagement und Treiben der Freien Kulturschaffenden und der Freien Kultureinrichtungen aus dieser Stadt mal weg: Welch trostloses Bild bietet sich dem Betrachter da.“

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