Keine Schulstandortschließungen ohne Einbeziehung der Bezirksvertretungen

Duisburg, 30.04.2010 – Die Anmeldezahlen für fast alle Schulformen in Duisburg haben sich durch die demographische Entwicklung stark verringert. Insbesondere ist dies im Vergleich der Anmeldezahlen an den Grundschulen zwischen dem Schuljahr 2000/2001 und 2009/2011 festzustellen. Hier ist ein Rückgang von 21,5 % bei der Zahl der Einschulung der Schülerinnen und Schüler festzustellen.

Nach den Plänen der Verwaltung sollen zum Schuljahr 2011/2012 von 12 gefährdeten Grundschulen 8 sukzessive aufgelöst werden. Hierzu Mustafa Arslan, schulpolitischer Sprecher der Ratsfraktion der Grünen: „Gegen Pläne, Schulen zu schließen, werden wir uns langfristig nicht wehren können, es sei denn, die zukünftige Landesregierung führt unter Beteiligung der Grünen eine grundlegende Schulstrukturreform durch.“ Durch eine Schulstrukturreform wäre es möglich, die Zahl der zu schließenden Schulstandorte u.a. aufgrund Bildung kleinerer Klassen, Inklusion und Einführung einer Gemeinschaftsschule erneut zu überprüfen, so Arslan weiter. Wer heute das Ende von Schulstandorten beschließe, der könne dies nicht mehr rückgängig machen und es könnte die Stadt teuer zu stehen kommen. Aus diesem Grund empfehlen die Grünen bei der Frage nach Schließung von Schulstandorten zunächst Ruhe zu bewahren und die Eltern nicht zu beunruhigen, wie dies in den letzten Wochen durch Mitarbeiter der Bildungsholding im Duisburger Süden und Westen bereits der Fall gewesen sei.

Auch die aktive Einbeziehung der Bezirksvertretungen als Kenner der Situation vor Ort sei unabdingbar. In den meisten Fällen, auch wenn es um die Schulstandorte gehe, seien die Vertreterinnen und Vertreter der Bezirke nah am Geschehen und könnten besser abschätzen, welche Standorte eher zu halten seien. Da spiele nicht nur die Zahl der Anmeldungen eine Rolle sondern auch die Frage, welche Zielsetzungen für die Stadteilentwicklung insgesamt angestrebt werden. Daher sei die jährliche Fortschreibung des Schulentwicklungsplans, die die GRÜNEN wiederholt eingefordert haben, eine Grundlage für vernünftige und sachgerechte Entscheidungen.

„Wir GRÜNEN werden uns über alle Bezirke hinweg gemeinsam an den Tisch setzen und das Heft in der Hand halten! Wir werden auch in dieser Angelegenheit mitgestalten und dürfen nicht der Verwaltung diese folgenreichen Entscheidungen überlassen“, schließt Gisela Schnelle-Parker, Sprecherin der Bezirksvertretungen der Grünen.

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