Duisburgs lange Tradition bei der Integration muss auch bei den ZuwandererInnen aus Südosteuropa greifen

Duisburg, 29. Juni 2011 – Die Duisburger GRÜNEN SozialpolitikerInnen haben sich mit den Spitzenvertretern der Wohlfahrtsverbände getroffen, um eine Bestandsaufnahme der Situation der Menschen zu machen, die aus Südosteuropa eingewandert sind. Die Grünen begrüßen ausdrücklich, dass nach so langer Zeit nun endlich eine Projektlenkungsgruppe unter Dezernent Janssen eingerichtet wird, in der die wesentlichen Probleme benannt und koordiniert werden. Sie erwarten dabei, dass eine effektive Zusammenführung der bestehenden Ressourcen schnell und lösungsorientiert angegangen wird.

Mustafa Arslan, Sprecher des Hauptarbeitskreises Sozialpolitik der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen: „Kinder, die hier wohnen, haben eine Schulpflicht und wir müssen alles unternehmen, dass in Duisburg die Voraussetzungen geschaffen werden, dass sie auch wirklich zur Schule gehen können. Wir brauchen auch eine systematische Gesundheitsversorgung der Kinder und nicht wie bisher eher zufällige Hilfe in einzelnen Notfällen. Gleiches gilt natürlich für die Erwachsenen.“

Gudrun Alt, Sprecherin des Hauptarbeitskreises Sozialpolitik, ergänzt: „Wir müssen auch Lösungen finden, die den Erwachsenen das Erlernen der deutschen Sprache ermöglicht. Die Wohnungssituation vieler Familien ist prekär und muss verbessert werden. Schwangere Frauen, Mütter und Frauen, die das Familieneinkommen durch Prostitution erlangen, müssen beraten und informiert werden. Ich halte eine zentrale Anlaufstelle, von der aus auch aufsuchende Hilfe geleistet wird und in die geeigneten Einrichtungen weiter vermittelt wird, für unabdingbar.“

Duisburg darf aber mit diesen Problemen nach Meinung der Grünen nicht alleine gelassen werden. Notwendig sind gemeinsame Strategien für das Ruhrgebiet und ganz NRW.

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