SPD, Linke und Grüne fordern kommunalen Schulkonsens

Duisburg, 15. Juli 2011 – Die aktuellen Schülerzahlen in Duisburg zeigen, dass die Hauptschulen nicht mehr genug Schülerinnen und Schüler bekommen.

Dagegen sind die Schulen, die das Abitur als Abschluss anbieten, häufig so überlaufen, dass Kinder abgewiesen werden müssen. Damit wird die Bildungskarriere einen Kindes manchmal schon beim Start zu einem Glücksspiel.

Die schulpolitischen Fachleute der rot-rot-grünen Kooperation, Mustafa Arslan (Grüne), Heiko Blumenthal (SPD) und Barbara Laakmann (Linke) bedauern dieses und wollen sowohl eine bessere Planungssicherheit für die Eltern als auch eine größere Chancengleichheit.

Die Schulexperten sind überzeugt, dass eine solide Schulentwicklungsplanung vor Ort nur in einem Schulkonsens erzielt werden kann. Heiko Blumenthal (SPD): „Es hilft nichts, immer wieder die existierenden Schulformen gegeneinander auszuspielen. Für bessere Bildungschancen und bestmögliche Förderung brauchen wir vor Ort einvernehmlich getragene Regelungen.“

Um allen Kindern die bestmögliche Ausbildung zu garantieren, brauchen wir neben dem Gymnasium eine Schulform, die die bisherigen Angebote zusammenfasst, egal welchen Namen sie dann trägt“, begründet Mustafa Arslan (Grüne) seinen Wunsch nach gemeinsamen Lösungen.

Für Barbara Laakmann (Linke) ist es wichtig, dass das frühzeitige Sortieren von zehnjährigen Kindern ein Ende hat. Alle Schülerinnen und Schüler sollen die Chance auf einen angemessenen Abschluss erhalten, auch wenn sie „Spätzünder“ sind.

Die Schulpolitiker des rot-rot-grünen Bündnisses sind sich einig, dass es für einen kommunalen Schulkonsens eine größtmögliche Mehrheit im Schulausschuss geben muss und streben diese auch an. Sie hoffen, dass sich auch die CDU in Duisburg an der Verbesserung der kommunalen Schullandschaft beteiligt, nachdem sie sich auf Bundes- und Landesebene neuen Konzepten geöffnet hat.

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