Grüne freuen sich über Verbesserung der Personalsituation in der Ausländerbehörde Duisburg-Hamborn

Duisburg, 10. April 2014 – Die Außenstelle Hamborn der Duisburger Ausländerbehörde hat seit vielen Jahren mit einer kritischen Personalsituation zu kämpfen. Lange Wartezeiten und unzureichender Kundenservice erzürnten nicht nur die Kunden, sondern auch immer wieder die Duisburger Kommunalpolitiker von Bündnis90/Die Grünen.

Für das Jahr 2014 wurden in der Außenstelle Hamborn nun neun zusätzliche Stellen eingerichtet, sodass die angespannte Situation sich schon bald entspannen könnte. Nazan Şirin, migrationspolitische Sprecherin der Grünen, zeigt sich erfreut über die momentane Entwicklung in Hamborn, auch wenn sie noch weiteres Verbesserungspotential sieht. „Ich hoffe auf eine Verbesserung der Situation in der Außenstelle Hamborn, da dort in den letzten Jahren doch oftmals untragbare Zustände vorherrschten.“

In der Sitzung des Integrationsrat am 04.03.2013 wurden bereits kritische Fragen zur Personalsituation in der Ausländerbehörde Hamborn gestellt. Damals verkündete Herr Bölling, Leiter des Ordnungsamtes, dass sich die Wartezeiten für einen elektronischen Aufenthaltstitel von 26 auf 23 Wochen verkürzt habe. „Lächerlich“, so Ratsfrau Nazan Şirin weiter „in der vergangenen Sitzung des Integrationsrates am 25.03.2014 behauptete der Vertreter der Ausänderbehörde, dass es hauptsächlich an der Terminuntreue der Betroffenen läge, dass es zu langen Wartezeiten kommt. Eine unkomplizierte Ausgabe beim Bürger Service wäre zwar möglich, aber laut Verwaltung dann mit einer möglichen Wartezeit von 2-3 Stunden verbunden.“ Şirin vermutet eher, dass die Verwaltung den Bürger Service vor neuen Herausforderungen schützen möchte.

Sait Keleş von Bündnis90/Die Grünen beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren mit den Zuständen in der Außenstelle Hamborn und sagt, „dass es ein Schritt in die richtige Richtung ist, aber eine Optimierung des Kundenservices damit noch nicht abgeschlossen sein darf.“ Er verweist auf ein Experiment, dass er im Jahr 2011 durchgeführt hat.  „Ich bekam damals zahlreiche Beschwerden und aus diesem Grund haben wir in einer einwöchigen Testphase versucht, bei der Ausländerbehörde DU-Hamborn telefonisch einen Termin zu vereinbaren, um einen fiktiven Aufenthaltstitel zu verlängern. In der gesamten Arbeitswoche haben wir es leider nicht geschafft einen Mitarbeiter der Ausländerbehörde telefonisch zu erreichen. Ich hoffe, dass es auch in diesem Bereich jetzt zu Verbesserungen kommen wird“, so Sait Keleş.

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