Prostituiertenschutzgesetz – Schutz oder Fluch für Betroffene?

Auf einer gut besuchten Veranstaltung hat unsere Fraktion mit Fachleuten aus Politik und Verwaltung über das Für und Wider des neuen Prostitutionsschutzegesetzes diskutiert.
Nach den Fachvorträgen zum Gesetz, das ab Juli 2017 in Kraft treten wird, haben viele der teilnehmenden Gäste, darunter Multiplikator*innen aus der Gesellschaft, ihre Enttäuschung über die inhaltliche Gestaltung des Gesetzes zum Ausdruck gebracht. „Das Gesetz manifestiert vielmehr Stigmata, als dass es Hilfe für Betroffene anbietet. Leider hat die große Koalition in Berlin eine gute Chance vertan, um den Rechtsrahmen um das Prostitutionsgewerbe zu stabilisieren und das Arbeitsumfeld der Sexarbeiter*innen sicherer zu gestalten“, fassten Sait Keleş, Grüner Fraktionssprecher und Einlader des Abends und Pelin Osman, Mitglied des Kreisvorstands schließlich resümierend zusammen.
Für diesen gelungenen Abend gilt unser Dank insbesondere:
Ulle Schauws, MdB, Bündnis’90/Die Grünen
Frau Iris Sperg, Beauftragte der Stadt Duisburg für Prostitutionsfragen
Valentina Maradjieva, agisra e.V. Köln, Beratung von Frauen in Notlagen

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