Bild v.l.: Anna von Spiczak, Valerie Schnee (Mitarbeiterin MdL Büro), Florian Preis (Ruhrschäferei), Mehrdad Mostofizadeh (MdL) und Michael Preis.

Landtagsfraktion vor Ort: GRÜNE besuchen Duisburger Schäfereibetrieb

Ohne eine faire Förderung sehen viele Schäfer*innen in NRW ihre Zukunft bedroht. Um sich über die aktuellen Probleme und Sorgen der Schäfereien zu informieren, besuchen die Abgeordneten der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW Schäfereibetriebe in ganz NRW. Mehrdad Mostofizadeh, MdL besuchte vor diesem Hintergrund gemeinsam mit der Grünen Ratsfrau in Duisburg, Anna von Spiczak, die Duisburger Ruhrschäferei.

Dazu erklärt Anna von Spiczak, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion: „Schäfer*innen und ihre Herden sind für die Pflege von Deichen und damit für den Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen unverzichtbar. Besonders artgerecht gehalten, leisten Schafe zudem einen enorm wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Schafherden nehmen also einen bedeutenden ökologischen und gesellschaftlichen Stellenwert ein. Diese Arbeit sollten wir wertschätzen und unterstützen.“

Mehrdad Mostofizadeh, MdL ergänzt: „Doch leider haben insbesondere Wanderschäfer*innen durch verschiedene agrarpolitische Entscheidungen der letzten Jahre erhebliche Einkommenseinbußen hinnehmen müssen. Insbesondere die Umlegung der Prämien auf die landwirtschaftliche Nutzfläche – statt wie zuvor auf jedes Muttertier – hat zur Folge, dass viele Schäfer*innen kaum oder gar keine Förderung mehr erhalten. Da Schäfer*innen häufig keine eigenen Flächen besitzen, könnte eine Weidetierprämie helfen, ihre wirtschaftliche Überlebensfähigkeit zu sichern – und die positiven Effekte der Freilandhaltung von Schafen auf unsere Umwelt zu erhalten. In 22 anderen EU-Staaten werden Schäfereien mit jährlich rund 500 Millionen Euro unterstützt – nur in Deutschland nicht. Daher fordern wir die Landesregierung auf, sich für eine solche Weidetierprämie auf Bundesebene einzusetzen. Nur so können wir die ökologisch wertvolle und gesellschaftlich unverzichtbare Schafhaltung in NRW dauerhaft erhalten.“

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