Digitalisierung des Unterrichts mit Hilfe der Uni vorantreiben.

Die Corona-Krise und die damit einhergehenden Aufgaben haben seit vielen Wochen auch die Duisburger Schulen vor große Herausforderungen gestellt. Präsenzunterricht konnte und kann auch weiterhin nicht vollständig stattfinden. Duisburger Schulen müssen oft individuelle Lösungen finden und aufbauen, um einen Unterricht in einer solchen Zeit auch nur begrenzt aufrecht zu halten. Es werden in der Zeit ohne Präsenzunterricht zu wenige Schülerinnen und Schüler erreicht.

Die Grüne Ratsfraktion will jetzt Aufklärung darüber, wie die Stadt auf die zunehmende Digitalisierung des Unterrichts vorbereitet ist. In einer Anfrage an die Verwaltung wollen sie wissen, welche konkreten Bedarfe die Schulen gemeldet haben. Weiter fragen sie danach, welche technischen Voraussetzzungen hierfür benötigt werden. So wollen sie auch wissen, auf welche Konzepte für ein digitales Lernen zurückgegriffen werden können.

„Fehlende Infrastruktur sorgt teilweise für einen Ansatz von Home-Schooling, der über ein Versenden von Arbeitsblättern über E-Mail und Social-Media nur in wenigen Fällen hinausgeht. Angebote für Videokonferenzen können an vielen Schulen nur vereinzelt und oft nicht adäquat angeboten werden,“ so die GRÜNEN.

Der Arbeitskreis Bildung der GRÜNEN fordert den Einsatz eines Videokonferenzsystems, dass allen Lernenden und den Lehrkräften zur Verfügung gestellt werden soll. Vorgeschlagen wird hier das von der Universität Duisburg-Essen (UDE) angebotene Video­kon­ferenzsystem Big Blue Button. Hierfür soll eine Kooperation mit der UDE angestrebt werden, um die vorhandenen Möglichkeiten optimal nutzen zu können.
In einem Prüfauftrag der GRÜNEN Ratsfraktion heißt es dazu: „Für die Zukunft ist es wünschenswert, weitere Ansätze der Digitalisierung für die Unterstützung des Unterrichts umzusetzen. Ein Ziel sollte dabei sein, dass unter anderem jede Schule Zugang zu einer Plattform hat, die die Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler bei der Nutzung von digitalen Werkzeugen bei der Unterrichtsgestaltung unterstützt. Die benötigten Werkzeuge sollten dabei Jahrgangs- und Schulform-abhängig sein.“

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