Drogenkonsumraum kommt auf den Weg


Der Ausschuss für Arbeit, Soziales und Gesundheit hat in seiner Sitzung am 6. März 2023 einen Meilenstein erreicht: Nach intensiven Beratungen konnten sich die GRÜNEN, die SPD und die CDU auf einen gemeinsamen Antrag einigen, um den Drogenkonsumraum in Duisburg auf den Weg zu bringen. Die GRÜNEN begrüßen die konstruktive Zusammenarbeit und die zukünftige Hilfe für Schwerstabhängige.

Ein Drogenkonsumraum ist ein Gewinn für alle Seiten: Er minimiert die Gefahren für Konsument*innen durch die Bereitstellung und Entsorgung von Spritzenbesteck etc. Informationen über Hilfsangebote zu Suchttherapien und Entzug werden gezielt an die abhängigen Menschen gebracht. Auch durch den Konsum ausgelöste medizinische Notfälle können sofort fachgerecht behandelt werden. Die Bevölkerung der von der Drogenszene frequentierten Stadtbereiche wird entlastet, weil die Hinterlassenschaften keine Unbeteiligten gefährden können.

Die Fachleute des Suchthilfeverbund Duisburg e.V. hatten ein Konzept für Duisburg ausgearbeitet, das jetzt als Grundlage dient. Der Ausschuss für Arbeit, Soziales und Gesundheit hat die Verwaltung nun damit beauftragt, das Konzept unter finanzwirtschaftlichen Gesichtspunkten zu prüfen und der Politik einen geeigneten Standort (vorzugsweise in der westlichen Altstadt) zur Entscheidung vorzuschlagen. Zudem soll die Struktur des Suchthilfeverbund Duisburg e.V. so verändert werden, dass die Interessen der Stadt dauerhaft strukturell sichergestellt sind und eine politische Begleitung der Arbeit möglich ist.

Stella Rauscher von den GRÜNEN ist erleichtert: „Wir sind froh, dass es endlich vorangeht und den betroffenen Menschen bald geholfen wird. Ein weiteres Zögern hätte noch mehr Leid für die Suchtkranken bedeutet. Dieser Antrag ist im Sinne der gesundheitlichen Fürsorge und der Attraktivität der City gleichermaßen wichtig.“

Der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Duisburg, Felix Lütke, pflichtet ihr bei: „Dank dieser konstruktiven Lösung kann die Kostenaufstellung noch in den kommenden Haushalt eingebracht werden und die Umsetzung des Drogenkonsumraums kommt ins Rollen. Schön, dass hier die Sachpolitik gewinnen konnte. “

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