Straßenbäume – Stadt Duisburg plant den Kahlschlag

Zuerst die Platanen-Allee auf der Mercatorstraße, dann die Abschaffung der Baumschutzsatzung, jetzt die Hainbuchen-Allee am Hettkampsweg in Röttgersbach. Die Stadt Duisburg scheint es auf die Bäume abgesehen zu haben und somit auch auf die Lebensqualität der Duisburger Bürgerinnen und Bürger. Alle Entschlüsse fällen SPD und CDU ohne sich um die Argumente von anderer Seite zu scheren. Sowohl auf der Mercatorstraße als auch am Hettkampsweg werden Neupflanzungen in Aussicht gestellt und somit scheinbar alle Einwendungen vom Tisch gewischt.

Aber alte langsam wachsende Gehölze durch junge Bäume zu ersetzen, ist für das Stadtklima auf Jahrzehnte hin ein großer Nachteil. „Die Kronen großer alter Bäume produzieren Sauerstoff, binden Feinstäube und spenden im Sommer Schatten, wodurch sich der Asphalt unter den Straßenbäumen weit weniger aufheizt. Es braucht ein Vielfaches an jungen Bäumen um die Leistung eines alten Baumes aufzuwiegen.“ so Nalan Aksu, Grüne Bezirksvertreterin in Hamborn.

Der Mitte Februar in den Planungsausschuss eingebrachte Antrag, den verkehrsberuhigten Hettkampsweg in das kommunale Investitionsprogramm auf zu nehmen, um die reine Wohnstraße barrierefrei umzubauen, fand auch kein Gehör bei SPD- und CDU-Mehrheit im Ausschuss.
Dies jedoch wäre die Lösung gewesen für die von SPD-Bezirksvertretern in Hamborn vorgebrachten Bedenken, der Gehweg sei durch die Bäume zu schmal. Durch die Anhebung der Fahrbahn auf Gehwegniveau hätten sich Autofahrer und Fußgänger unter gegenseitiger Rücksichtnahme die Verkehrsfläche teilen können. Die Aufenthaltsqualität solcher beruhigten Bereiche ist nachgewiesenermaßen für alle Anwohner*innen bedeutend höher.

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