Grüne wollen NS-Dokumentationszentrum

Duisburg, 01.12.2011 – Es mehren sich die Gerüchte, dass das geplante NS-Dokumentationszentrum im Neubau des Stadtfensters keinen Platz finden soll, und somit Beschlüsse des Rates der Stadt ignoriert werden. „Ich bin zutiefst enttäuscht, wenn sich diese Gerüchte als wahr herausstellten!“, so Doris Janicki, kulturpolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion. „Im September 2007 haben wir gemeinsam mit der CDU und der Linken für die Zusammenlegung der Volkshochschule und der Stadtbibliothek samt Einrichtung eines NS-Dokumentationszentrums im neuen Stadtfenster gestimmt. Auch die SPD hat diesen Vorschlag – gerade auch im Kulturausschuss – immer unterstützt. Diese Beschlüsse sind gültig und müssen nun umgesetzt werden!

Das NS-Dokumentationszentrum soll nicht nur ein Mahnmal zum Gedenken an die Vergangenheit sein, sondern auch ein Bildungszentrum gegen rechtes Gedankengut, ein Ort der Begegnung und der Teilhabe. Gerade im Angesicht der aktuellen Debatte um den Terrorismus von rechts werde ein solches Zentrum dringend benötigt. „Ausgerechnet jetzt dieses Zentrum der Aufklärung gegen rechts nicht zu realisieren, setzt falsche Zeichen“, meint die Kulturpolitikerin.

Auch wenn Duisburg sparen müsse, dürften solch wichtige Projekte nicht einfach unter den Tisch fallen. „Mit dem Verweis auf die finanzielle Lage, Beschlüsse des Rates nicht umzusetzen, ist empörend“, so Doris Janicki weiter. „Wir verlangen Einsicht in die Pläne für die Aufteilung der Räumlichkeiten und in die inhaltliche Konzeption, um sicherzustellen, dass das Stadtfenster auch ein NS-Dokumentationszentrum beherbergen wird.“

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