Duisburger Grüne begrüßen die Verleihung des Fakir Baykurt Kulturpreises an Mevlüt Asar

Nach der Lyrikerin Lütfiye Güzel ist der türkischstämmige Duisburger Dichter Mevlüt Asar der zweite Preisträger des Fakir Baykurt Kulturpreises.

Andie Wörle, kulturpolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion, lobt die Entscheidung des Auswahlgremiums: „Mit der Verleihung des Fakir Baykurt Preises an Mevlüt Asar, hat die Jury einen würdigen Preisträger gefunden. Asar transportiert in seinen literarischen Werken den Sinn des Fakir Baykurt Preises wie kaum ein anderer. Dem Duisburger Schriftsteller gelingt es in seinen Schriften die Gefühle ehemaliger Gastarbeiter*innen, die auf der Suche nach einer besseren Zukunft ihre Heimat verlassen haben, zu beschreiben und berührt damit. Wie schwer es ist, in einer fremden Stadt und Gesellschaft aufgenommen zu werden und mit welcher Sehnsucht man an sein verlassenes Zuhause denkt, kann erfahren, wer Asars Gedichte liest.

Menschen wie Mevlüt Asar sind Vorbilder und daher gerade in Zeiten wie diesen wichtiger denn je. Als starke und offene Zivilgesellschaft müssen wir dafür sorgen, dass Fremde zu Freund*innen werden können. Wir als Gesellschaft müssen Asar daher für sein mehr als 35 Jahre andauerndes Engagement und die von ihm gebauten Brücken danken und beglückwünschen ihn herzlich zu dem Fakir Baykurt Preis!

Ganz besonders freuen wir uns auch, dass Mevlüt Asar am 9. Juni im Rahmen der Umwelttage eine Lesung in unserer Geschäftsstelle halten wird. Die Duisburgerinnen und Duisburger sind dazu herzlich eingeladen.“
Die Lesung beginnt um 19:30 Uhr. Der Besuch ist kostenfrei.

In seiner Lyrik setzt sich Mevlüt Asar auch mit dem autoritären Regime der Türkei auseinander, wo er als Student in der Hauptstadt Ankara gelebt hat. Er wurde dort politisch von der brutal unterdrückten Studentenbewegung geprägt, bevor er 1977 mit seiner Frau nach Deutschland auswanderte. Bis 1980 studierte er in Köln Deutsch als Fremdsprache und fand schließlich in Duisburg seine neue Heimat. Eine Stadt, die ihn besonders zum interkulturellen Brückenschlag reizte und in der er nach dem Tod seines Autorenkollegen Fakir Baykurt 1999 die Leitung des nach diesem benannten Literaturcafés in der Duisburger Innenstadt übernahm.

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