GRÜNE Duisburg: Alkoholverbot in der City ist unnötig und diskriminierend

Der Einsatz von Streetworkern und die Bereitstellung von Sozialräumen werden ausdrücklich begrüßt.

In der heutigen Ratssitzung soll die Verlängerung des Alkoholverbots in der City bis ins Jahr 2021 beschlossen werden. Gisela Schnelle-Parker, Grüne Bezirksvertreterin im Bezirk Mitte: „Es soll also weiterhin verboten sein, an einem lauschigen Sommerabend mit einer Flasche Bier oder einem Glas Wein auf den Rasenflächen des König-Heinrich-Platzes den Tag ausklingen zu lassen, während in der Gastronomie rundherum der Alkohol auch draußen in Strömen fließen darf. Die Diskriminierung von Menschen mit kleinerem Geldbeutel geht also weiter.“
Als Begründung für die Verlängerung des Alkoholverbots dient der Verwaltung die Evaluation der seit Sommer letzten Jahres laufenden Maßnahme, bestehend aus dem Alkoholverbot, flankiert von Kontrollen und einer halben Streetworker-Stelle. Heraus kommt, dass die Trinkerszene ruhiger geworden ist, was aber nicht auf das Verbot sondern auf den Einsatz des Streetworkers zurückgeführt wird. Deshalb werden weitere „flankierende Maßnahmen“, wie die Schaffung einer zusätzlichen halben Streetworker-Stelle und die Anmietung von Räumen in der Innenstadt, Ausgestattet mit Sozialraum, Dusche und Waschmaschine vorgeschlagen.

In einer eigens anberaumten Sitzung haben die Mitglieder der Bezirksvertretung Mitte noch kurz vor der Ratssitzung die Möglichkeit zur Stellungnahme. Dirk Schönhagen, grünes Mitglied der Bezirksvertretung Mitte: “Es sind die flankierenden Maßnahmen und nicht das Verbot, das zu einer Beruhigung der Situation führt. Das Alkoholverbot ist völlig zwecklos und sollte ersatzlos gestrichen werden. Der Einsatz von Streetworkern und die Schaffung von Sozialräumen für alkoholkranke Menschen ist der richtige Weg, um in der Innenstadt ein freundliches Klima zu gewährleisten.“

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