Abendspaziergang durch Marxloh endet in absolutem „Unchaos“ und exzessivem Austausch von Freundlichkeiten

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Die Spaziergänger in Marxloh

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Anna von Spiczak, Sait Keleş und Veli Aydın im Gespräch mit einer Marxloher Ladenbesitzerin

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Schau mal da! … Mitten in der Marxloher Einkaufsmeile

ImBrautmoden-Geschäft

Im Brautmodengeschäft – gigantisch!

Während des Spaziergangs wurden auf der sog. „Brautmodenmeile“ auf der Weseler Straße einige Geschäftsleute aufgesucht und vereinzelte Gespräche geführt. „Unser Problem sind u.a. die nicht vorhandenen Parkmöglichkeiten, um die zum Teil aus dem umliegenden Ausland anfahrenden Gäste zu empfangen, wir haben kein Imageproblem“, so der Inhaber eines libanesisch-marokkanischen Geschenkartikelladens.

„Während sogar im fernen China von der Marxloher „Brautmodenmeile“ schon mal berichtet wurde, wissen die wenigsten von der Existenz einer Stadt namens Duisburg“, weiß der Marketing-Experte Özet zu berichten und fügt hinzu: „Marxlohs Renommee im Ausland ist sehr hoch, nur in der Duisburger Stadtmitte scheint das keiner wahrnehmen zu wollen. Anders sind die ausstehenden Investitionen in Marxloh nur schwer erklärbar“.

Die Wahrnehmung des Stadteils Marxloh ist im Allgemeinen von einer Berichterstattung geprägt, die, insbesondere in den letzten Monaten, eher negativ war. „Sowohl im Hinblick auf das multi-kulturelle Zusammenleben als auch im Hinblick auf unsere Kundschaft ist es wichtig, dass sich die Polizei um Marxloh kümmert. Nur sollte nicht der Eindruck erweckt werden, dass Marxloh Heimat organisierter Kriminalität geworden sei. Die vereinzelten kriminellen Vorfälle sind anderswo nicht ungefährlicher“, fügt eine weitere Unternehmerin hinzu.

Als es dann dunkel wurde, spazierte die Gruppe durch die angeblich ständig „zugemüllte“ Hagedornstraße. „Am Gesamtbild der Straßen erkennt man mancherorts die Armut des Stadtteils, aber Müllberge oder kriminelle Clans, die ihre Messer wetzen, sind uns nicht begegnet“, zeigt sich Sait Keles „enttäuscht“. In der Tat bräuchten viele Hausfassaden ein neues Make Up, „doch das ist ein Problem, an dem die Stadt als ganzes arbeiten muss. Programme zur Stadtteilerneuerung müssten bspw. von städtischen Entwicklungsgesellschaften neu akquiriert werden, um die Bevölkerung in ihren Investitionsabsichten zu bestärken.“ so der grüne Fraktionssprecher weiter. „Nicht die Stadtteil-Bevölkerung, sondern die staatlichen Strukturen sind hier verkrustet, mehr städtisches Engagement ist dringend notwendig“.

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